Physiotherapie für Säuglinge und Kinder im ARZ Siegbogen
Kinder, die fehlgestellte Füße und Hüften haben oder andere motorische Probleme aufweisen – im ARZ Siegbogen unterstützt und fördert ab sofort Physiotherapeutin Bianca Sippel betroffene Säuglinge, Kleinkinder, Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern. Sippels Schwerpunkte sind Bobath- und Vojta-Therapien, die sie in der Einrichtung der Diakonie Pflege und Rehabilitation der Diakonie in Südwestfalen durchführt. Beim Bobath-Konzept wird die Fähigkeit des Kindes genutzt, um es zu selbstständigen Bewegungen zu motivieren. Die Vojta-Therapie wird beispielsweise bei beeinträchtigtem zentralen Nervensystem mit gestörtem Haltungs- und Bewegungsapparat angewandt. Durch Druck auf bestimmte Muskel- und Knochenbereiche werden angeborene Bewegungsabläufe wie Kriechen und Umdrehen oder auch Schlucken und Atmen abgerufen. „Meist bilden sich Physiotherapeuten entweder in Bobath oder in Vojta weiter. Frau Sippel ist in beiden Bereichen ausgebildet – damit bereichert sie die Therapieangebote für unsere Patienten“, sagt Daniel Rau, Praxisleiter und Physiotherapeut im ARZ Siegbogen.
Bei Kindern, die motorische Defizite, ein geschädigtes Hirn und Nervensystem oder fehlgebildete Füße und Hüften haben, können sich Physiotherapien positiv auswirken. Manche Maßnahmen sind sogar nötig, damit sich andere Bereiche wie die Sprache entwickeln können. Während Bianca Sippel ihre kleinen Patienten in Begleitung ihrer Eltern behandelt, leitet sie gleichzeitig Mütter und Väter dazu an, wie sie ihre Schützlinge Zuhause begleiten können und sollten. Denn „es ist wichtig, am Ball zu bleiben“, erklärt die Expertin. So lernen Eltern unter anderem, wie sie ihr Kind richtig wickeln, füttern und baden (Handling) sowie entsprechende Übungen, die die Entwicklung fördern.
Seit 18 Jahren ist Sippel als Physiotherapeutin tätig. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet sie speziell mit Babys, Kindern und Heranwachsenden. Unter anderem war die Mutter von zwei Kindern in Sonderschulen und Kinderkliniken tätig. Meist nehmen ihre Patienten die Übungen gerne an. Passiert es jedoch, dass sich doch mal jemand sträubt, motiviert die Physiotherapeutin beispielsweise mit einer anderen Stimmlage oder spielerisch mithilfe von Paula, der Therapiepuppe. An ihr demonstriert die 40-Jährige Übungen. Ihre Tätigkeit bezeichnet sie nicht als Beruf sondern als Berufung: „Oft sind Eltern solcher Kinder traurig über ihre Situation und haben Ängste. Es ist schön, wenn ich ihnen für den Alltag hilfreiche Tipps geben kann.“
Wer mehr über die Arbeit von Bianca Sippel erfahren möchte, kann sich im Ambulanten Rehazentrum Siegbogen unter 0271 / 770 176 44 melden.
