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Neue Chefärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen

10.07.2026

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) des Diakonie Klinikums am Standort Altenkirchen steht unter neuer Leitung: Zum 1. Juli hat Dr. Martina Schmitt die chefärztliche Verantwortung übernommen.

Sie folgt auf Dr. Andreas Vidal, den es beruflich an den Niederrhein gezogen hat. Mit der erfahrenen Fachärztin verbindet das Diakonie Klinikum das klare Ziel, die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung in den Landkreisen Altenkirchen und Westerwald nachhaltig zu stärken und zukunftssicher weiterzuentwickeln. Die wohnortnahe Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher bleibt dabei ein zentraler Versorgungsauftrag. Dr. Martina Schmitt bringt langjährige Erfahrung in Klinik, Praxis und Führung mit. Die gebürtige Pforzheimerin studierte Humanmedizin an der Goethe-Universität Frankfurt. Während ihres Praktischen Jahres in der Pädiatrie im schweizerischen Lausanne sowie ihrer ersten Tätigkeit in einer Kinderklinik in Lörrach entschied sie sich für den Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ihre Facharztausbildung schloss sie 2004 am Universitätsklinikum Heidelberg / Mannheim ab. 

 

Nach mehreren Jahren in eigener Praxis war sie von 2011 bis 2017 als Leitende Oberärztin an der LVR-Klinik Bonn tätig und vertrat dort die Chefärztin. Anschließend wechselte sie in gleicher Funktion an die Gezeiten Haus Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Wesseling. Seit 2023 übernahm sie als Honorarärztin verschiedene leitende Vertretungsfunktionen.

 

Neben ihrer fachärztlichen Qualifikation verfügt Dr. Schmitt über umfangreiche psychotherapeutische Zusatzausbildungen in Verhaltenstherapie, Systemischer Familientherapie, Eltern-Säuglings-Psychotherapie sowie Psychodrama-Therapie. Bereits seit Februar 2026 war Martina Schmitt im Rahmen einer Arbeitnehmerüberlassung in Altenkirchen tätig. Die Entscheidung, dauerhaft die Leitung zu übernehmen sei ihr deshalb leichtgefallen. „Ich habe hier ein hochmotiviertes und engagiertes Team kennengelernt, das die Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten mit großer Kompetenz und viel Herzblut trägt. Darauf freue ich mich sehr.“ 

Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer sieht die Neubesetzung als wichtiges Signal für die Region: „Wir konnten die Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie nahtlos neu besetzen und damit frühzeitig Planungssicherheit schaffen. Mit Frau Dr. Schmitt haben wir eine hervorragend qualifizierte Chefärztin gewonnen, die medizinische Expertise, Führungserfahrung und einen hohen Anspruch an eine moderne, familienorientierte Versorgung vereint.“

 

Bei einem Pressegespräch vor Ort stellte das Diakonie Klinikum Dr. Martina Schmitt jetzt gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung offiziell als neue Chefärztin der Öffentlichkeit vor.  Alle Beteiligten hießen die Ärztin herzlich willkommen und bekräftigten ihre Unterstützung für die weitere Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen. AK-Landrat Dr. Peter Enders betonte die Bedeutung der Kinder- und Jugendpsychiatrie für die Gesundheitsversorgung: „Die KJP hat es verdient, ihre kontinuierlich gute Arbeit fortzusetzen. Mit Frau Dr. Schmitt ist es gelungen, zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung für den Standort zu treffen.“ Zugleich hob er hervor, dass die Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher heute wichtiger denn je sei: „Durch diese Arbeit erhalten junge Menschen die Chance, ihren Weg zurück in ein gesundes Leben und in unsere Gesellschaft zu finden.“

 

Gabriele Wieland, Erste Kreisbeigeordnete des Westerwaldkreises, unterstrich den hohen Versorgungsbedarf in der Region: „Gerade im ländlichen Raum brauchen Familien verlässliche und gut erreichbare Angebote. Dass mit der neuen Chefärztin wieder Sicherheit und Perspektive für den Standort Altenkirchen geschaffen werden, ist ein wichtiges Signal.“ Zugleich sprach sie sich dafür aus, perspektivisch auch die ambulante Versorgung im Westerwaldkreis wieder auszubauen, sobald die personellen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.

 

Fred Jüngerich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld, sicherte die Unterstützung der kommunalen Familie zu: „Dort, wo wir als Kommune helfen können, werden wir das auch künftig tun.“ Auch der Altenkirchener Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz begrüßte die Neubesetzung: „Mit Frau Dr. Schmitt verbindet sich ein starkes Zukunftssignal für den Standort Altenkirchen und für die Menschen in der Region.“

 

Die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Standort Altenkirchen versorgt pro Jahr rund 3000 junge Patientinnen und Patienten und ihre Familien; bis zu 370 Kinder und Jugendliche werden zusätzlich teilstationär betreut. Das Leistungsspektrum umfasst Diagnostik, Therapie und Beratung bei psychischen Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Die personelle Neubesetzung ist zugleich ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung der gesamten Klinik. Ziel ist es, die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen langfristig zu stärken – durch zusätzliche Fachärztinnen und Fachärzte, den Ausbau der Weiterbildung sowie die schrittweise Wiederinbetriebnahme beider vollstationärer Stationen. So soll das gesamte Behandlungsangebot nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden. „Unser Ziel ist es, dass Familien auch künftig wohnortnah schnelle und qualifizierte Hilfe erhalten – und dass die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen als starker regionaler Partner eng mit Kinderärzten, Schulen, Jugendämtern und weiteren Einrichtungen zusammenarbeitet“, betont die Chefärztin.
 

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