Heiter-besinnliche Stunden in Gebhardshain
Kaffee, Kuchen, Gemeinschaft und gute Gespräche: Erstmals hatte das Team Gebhardshain der Ökumenischen Sozialstation Betzdorf-Kirchen einen Patientennachmittag organisiert.
Rund 70 Patienten und Angehörige folgten der Einladung ins St. Vinzenzhaus und erlebten dort zusammen ein paar fröhliche Stunden. Um möglichst vielen das Kommen zu ermöglichen, hatte der Pflegedienst eigens einen Fahrdienst eingerichtet.
Pflegedienstleiter Michael Schweitzer bedankte sich in seiner Begrüßung für das Vertrauen in die Arbeit der Sozialstation im Gebhardshainer Land, die 2019 eröffnet wurde und mittlerweile 236 Klienten mit Pflegeleistungen versorgt – von häuslicher Krankenpflege über Hauswirtschaft, Betreuung und Beratungsgesprächen bis hin zum Hausnotruf. Das Team, das aus neun Pflegekräfte sowie 14 Betreuungs- und Hauswirtschaftskräften besteht, freue sich über ein herzliches Miteinander und erfahre ein hohes Maß an Respekt bei der täglichen Arbeit. Die Andacht hielt Pfarrerin Kirsten Galla von der evangelischen Kirchengemeinde. Angesichts vieler schlechter Nachrichten in der Welt, aber auch eigener Sorgen und Krankheit, falle es oft schwer das Positive zu sehen. Umso mehr seien liebgemeinte Worte, eine herzliche Umarmung, eine Hilfeleistung, ein Lächeln, Zuhören oder Aufmuntern Lichtblicke, an denen man sich im Alltag erfreuen könne – gerade im Alter, das häufig mit Einsamkeit einhergehe. Ein „echtes“ Licht zum Mitnehmen gab‘s auch: Hauswirtschaftsleiterin Ingrid Henrich hatte für alle Gäste weihnachtliche Deko-Häuschen gebastelt.
Für reichlich Stimmung in den Saal sorgten dann die kleinen Überraschungsgäste aus der katholischen Kindertagesstätte St. Maria Magdalena – sie hatten Mitmach-Lieder und einen Tanz mitgebracht. Anschließend wurde das Buffet mit 20 selbstgebackenen Kuchen eröffnet – die Mitarbeiter der Sozialstation hatten sich dafür mächtig ins Zeug gelegt. Bei guten Gesprächen kam es zum einen oder anderen Wiedersehen nach langer Zeit. Zwei humoristische Beiträge von Kunibert Schneider und Elke Exner stellten heraus, wie wertvoll Senioren für die Gesellschaft sind. Ohne Senioren gäbe es auch keine Seniorenfeier – was im konkreten Fall sehr bedauerlich gewesen wäre. Denn, darüber herrschte am Ende große Einigkeit: Es war eine gelungene Premiere für den Patientennachmittag, von dem es nun regelmäßig Neuauflagen geben soll.
